Frank Zappa – Einmalige Songtexte, einmalige Musik
Einer der genialsten Musiker des vergangenen Jahrhunderts: Frank Zappa. Wer ihn begreifen will, der muss in fast der gesamten Welt der Musik zu Hause sein: Blues, Rock, Jazz, Free Jazz, Musical und Klassik. Und sich an seine Stimme gewöhnen können.
Die Herkunft: Der Name gibt es her. Sein Vater war ein Chemiker griechisch-arabisch-sizilianischer Abstammung. Mit seiner Band „The Mothers of Invention“ verkörperte Zappa einen völlig neuartigen Stil.
Wer nicht genau hinhörte, empfand die Musik als chaotisch. Zitat Zappas von 1966, der Zeit des Vietnam-Krieges: „Kein Akkord ist hässlich genug, all die Scheußlichkeiten zu kommentieren, die von der Regierung in unserem Namen verübt werden.“ Zappa adaptierte Klangstrukturen von Igor Strawinsky, Edgar Varese und John Cage.
Mit elektronisch erzeugten Kreischtönen, verzerrten Tonbandklängen, improvisierten Free Jazz-Chorussen parodierte er den sentimentalen Rock’n’Roll der 1950er Jahre. Im April 1969 sagte er, dass man seine Musik als Lärm abqualifizieren würde. Man würde jedoch die Akkordstrukturen und die Melodien überhören. 1971 erschien der Film „200 Motels“, in dem er über das Tourneeleben der „Mothers“ sinnierte.
Er wurde damit zum ersten Meister der Mixed Media. Zappa, der ein absoluter Perfektionist war, empfahl damals, mittelmäßige Philarmoniker in KZ’s zu „bessern“. Leider ist Frank Zappa, der sich am Ende seiner Karriere der Klassik zuwandte („The yellow Shark“), 1993 an Krebs verstorben.